GPM Gesellschaft für Psychologische Morphologie e.V.
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Alltagspsychologie

Träumen, Aufwachen, Anziehen, Frühstücken, Zeitung lesen, Umgang mit Träumen, im Stau stehen, Radio hören, Smalltalk, Flirt, mit Computer arbeiten, Telefonieren, Streiten, Arztbesuch, Kochen, aus dem Fenster schauen, Schenken, Buch lesen, Fernsehen, Sich Kleiden, Ausgehen, Tanzen, Geschlechtsverkehr, Einschlafen, Träumen ...

Die Probe einer jeden Psychologie ist der Alltag. Denn der Alltag ist das Seelische: Was die Menschen tagtäglich erleben, tun und leiden. Aber der Alltag ist zugleich das Unbekannte, das unter Vorurteilen und Zurechtmachungen Verdeckte.

Das am häufigsten bemühte Vorurteil sagt, der Alltag sei grau. Aber der Alltag ist nicht grau. Die Menschen neigen dazu ihn eintönig zu machen, weil er ihnen häufig ungeheuerlich vorkommt. Das morgendliche Aufstehen erleben die einen als einen kleinen Weltuntergang, für die anderen ist er eine aufregende Weltschöpfung. Die Arbeit in einem Büro hat oft etwas von Dschungelkämpfen an sich und das Putzen der Wohnung gestaltet sich gar nicht selten wie ein Feldzug. Was sich als Alltagsunternehmen herausbildet, ist eine riskante Angelegenheit. Denn in ihm wirkt ein „Mehr“ und „Weiter“, das auf Verwandlung drängt.

Die psychologische Morphologie fragt: Wie muss die Wirklichkeit beschaffen sein, um solche Alltagsdramen hervorzubringen? Welche Einheiten binden die Entwicklung seelischen Geschehens? Wodurch werden sie zerstört oder in anderes umgebildet? In Hunderten von empirischen Untersuchungen hat die psychologische Morphologie ein Bild vom Seelischen herausgearbeitet, das dem unbewussten Betrieb des Alltags auf der Spur ist.

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Version vom 26.07.2011 um 12:05:21